Hobbyfilmer & Webgestalter (Privat) © www.henry-aurich.de      Studio VideoWeb Tschernitz Die Wurzeln des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine Tschernitz Komödie aus DDR-TV Aktionsfilme Mediathek NATO Einschnitte bei Gesundheit, Pflege und Rente News Dokos Startseite weiter zurück
Ukraine-Krieg: Russische Armee beginnt dreitägige Übung mit Atomwaffen Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Alle Entwicklungen im Land und in der europäischen Sicherheitslage findest du hier im Ticker. Die Wurzeln des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine Kurze Zusammenfassung der vergangenen Ereignisse: Seit dem 24. Februar 2022 führt die russische Armee einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Ukraine hat im August 2024 eine Gegenoffensive in der russischen Grenzregion Kursk gestartet. Friedensverhandlungen kamen wieder zum Erliegen, und die russischen Angriffe haben deutlich zugenommen. Chronologie: Die aktuelle Phase des Konflikts begann 2014 mit dem Sturz der prorussischen Regierung in Kiew. Doch seine Anfänge liegen viel weiter zurück. Darum gehts Spätestens seit dem 19. Jahrhundert gibt es in der Ukraine eine starke Nationalbewegung, die Russen und Ukrainer als   zwei separate Völker sieht. Russland hat aber immer wieder auf eine Einheit der Völker gepocht, so auch Präsident Wladimir Putin. Als Reaktion auf den Sturz der prorussischen Regierung in Kiew 2014 kommt es zum Aufstand in der Region Donbass. Putin will von der Nato Garantien, dass die Ukraine niemals Mitglied wird, was der Westen verweigert. Mit dem Einmarsch russischer Truppen in die Regionen Luhansk und Donezk und den Angriffen auf andere Teile der Ukraine mit Kampfflugzeugen, Hubschraubern und Raketen wurde am 24. Februar im Ukraine-Konflikt eine neue Eskalationsstufe erreicht. Wie es so weit kommen konnte, zeigt die Bildstrecke. 
Die Wurzeln des Konfliks zwischen Russland und der Ukraine – Mittelalter: Ab dem neunten Jahrhundert entstand mit der Kiewer Rus ein Grossreich, das sich von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer ersteckte und als Vorläuferstaat der heutigen Staaten Russland, Ukraine und Belarus angesehen wird. Die Invasionen der Mongolen im 13. Jahrhundert beschleunigten den Zerfall des Reichs in mehrere Fürstentümer.
1654: Im 17. Jahrhundert wird die Ukraine zwischen Polen und Russland aufgeteilt. Die Osthälfte stellt sich 1654 unter den Schutz des Moskauer Zaren.
18. Jahrhundert: Weitere Gebiete der Ukraine gehen ans russische Zarenreich. Das Territorium wird in dieser Zeit auch als „Kleinrussland“ bezeichnet. Es findet eine starke Russifizierung statt. Im westlichen Teil können sich unter der Herrschaft der Habsburger Sprache und Kultur der Ukrainer frei entfalten.
1783: Die russische Zarin Katharina die Große läßt die Halbinsel Krim im Schwarzen Meer „von nun an und für alle Zeiten“ annektieren.
19. Jahrhundert: In der Ukraine entsteht eine Nationalbewegung, die Russen und Ukrainer als zwei separate Völker sieht. Der Ruf nach einer Unabhängikeit von Russland wird laut. (Im Bild Mychajlo Hiruschewskyj, Aktivist in der ukrainischen Nationalbewegung)
1917: Nach der Oktoberrevolution der kommunistischen Bolschewiki unter Leni wird in Kiew die Ukrainische Volksrepublik als autonomer Staat innerhalb des Sowjetrusslands ausgerufen.
Die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik wird offiziell Teil der neu gegründeten Sowjetunion.
1930er-Jahre: Die sowjetische Unterdrückung des ukrainischen Widerstandes gegen die Russifizierung führte zu einer Hungersnot, der schätzungsweise drei bis sieben Millionen Menschen zum Opfer fielen. Dieser faktische Massenmord wird in der Ukraine heute als Holodomor ( „Tötung durch Hunger“) bezeichnet. (Im Bild: Die Opfer des Hungers auf einer Straße in Charkiw, 1933)
Zweiter Weltkrieg: Die Ukraine wird zwischen 1941 und 1944 vom Deutschen Reich besetzt. In dieser Zeit erstarkt die ukrainische Unabhängigkeitsbewegung und kämpft gegen die deutschen Besatzer, die Sowjetherrschaft und Polen, wobei ein Teil der Nationalisten (ukrainische Aufständischenarmee) auch mit den Nazis zusammenarbeitete und schwere Massaker an der polnischen Bevölkerung verübte. Nach Kriegsende lässt der sowjetische Diktator Josef Stalin rund 300’000 Ukrainer nach Sibirien umsiedeln. (Im Bild: Ukrainische Aufständische 1943)
1954: Zum 300. Jahrestag der Vereinigung von Russen und Ukrainern gliedert der aus der Ukraine stammende Kremlchef Nikita Chruschtschow die mehrheitlich von Russen bewohnte Krim der damaligen Ukrainischen Sowjetrepublik an.
1991: Im Zuge der Auflösung der Sowjetunion nach dem gescheiterten Augustputsch in Moskau wird die Ukraine ein unabhängiger Staat. Gemeinsam mit Russland und Weißrussland gründet sie die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, die sie 2018 wieder verläßt.
2013: 100.000tausende Ukrainer potestieren im Dezember in Kiew gegen den prorussichen Präsidenten Viktor Janukowitsch, weil er das Partnerschaftsabkommen mit der EU kippte. Der Unabhängigkeitsplatz (Maidan) wird zum Symbol.
2014: Viktor Janukowitsch flieht im Februar nach Russland. Moskau besetzt militärisch die ukrainische Halbinsel Krim und gliedert sie im März als Landesteil ein.
2014: In der ostukrainischen Region Donbass rufen im April die von Moskau unterstützten Separatisten die «Volksrepublik Donezk» sowie die «Volksrepublik Luhansk» aus. Die Ukraine geht in der Folge militärisch gegen die Rebellen vor. Bis heute kostete der Konflikt rund 14’000 Menschen das Leben.
2014: Über dem Separatistengebi et wird im Juli ein Passagierflieger der Malaysia- Airlines mutmaßlich mit einer russischen Rakete abgeschossen. Alle 298 Menschen an Bord sterben.
2015: Nach monatelangen schweren Gefechten vereinbaren die Konfliktparteien im Februar mit dem Minsker Abkommen einen Waffenstillstand. Der Vertrag sieht Donezk und Luhansk als Teile der Ukraine vor, aber mit weitreichender Autonomie von Kiew. Die Kämpfe nehmen daraufhin deutlich ab, dennoch kommt es immer wieder zu Verstößen gegen die Vereinbarung. Der damalige ukrainische Präsident Petro Poroschenko.
2017: Die prorussischen Separatisten in Luhansk und Donezk rufen im Juli einseitig den Staat „Kleinrussland“ auf. Im September tritt das Assoziierungsabkomme n der Ukraine mit der EU in Kraft. (Im Bild: Parade der prorussischen Separatisten zum Tag des Sieges 2017 in Donezk.)
2019: Im Juni werden – einen Tag nach der offiziellen Verkündung des Wahlsieges von Präsident Wolodimir Selenski – erste russische Pässe an Ukrainer in den von Separatisten kontrollierten Teilen der Donbass-Region ausgegeben. Kiew sieht darin einen Verstoss gegen das Minsker Abkommen.
2021: Moskau zieht im April Truppen im Grenzgebiet zur Ostukraine zusammen und droht mit einem militärischen Eingreifen. Die Militärdoktrin Russlands läßt eine Intervention zum Schutz seiner Staatsbürger im Ausland zu.
2021: Putin schreibt im Juli in einem Aufsatz, Russen und Ukrainer seien ein Volk. Das wird als Anspruch auf das Nachbarland gelesen.
2021: Das milliardenschw ere russische Pipelineprojekt Nord Stream 2 wird im September fertiggestellt. Im November setzt Deutschland das Verfahren zur Freigabe vorläufig aus.
2021: Im November konzentrieren sich erneut ungewöhnlich grosse Truppenkontingente und moderne Waffen im russischen Grenzgebiet zur Ukraine. Der Westen spricht später von bis zu 150’000 Soldaten. Russland will von der Nato die vertragliche Zusicherung, dass die Ukraine niemals Mitglied wird.
2021: Putin fordert im Dezember, dass die Nato ihre Streitkräfte auf den Stand von 1997 zurückziehen soll, als noch kein Staat des ehemaligen Warschauer Paktes der westlichen Allianz beigetreten war.
2022: Diplomatische Versuche auf verschiedenen Ebenen bringen im Januar und Februar keine Lösung. Die Nato- Verteidigungsminister billigen Vorbereitungen für eine Entsendung weiterer Kampftruppen ins östliche Bündnisgebiet.
21. Februar 2022: Putin erkennt die selbst ernannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk als unabhängige Staaten an. Russische Soldaten sollen in die ostukrainischen Separatistengebie te entsandt werden.
22. Februar 2022: USA und EU sowie Verbündete verhängen Strafmaßnahmen gegen Russland. So legt Berlin die Ostsee-Gas-Pipeline Nord Stream 2 für unbestimmte Zeit auf Eis.
24. Februar 2022: Der russische Präsident Wladimir Putin ordnet am frühen Morgen eine Militäroperation in den Regionen Luhansk und Donezk an. Auch in anderen Teilen der Ukraine wird die militärische Infrastruktur mit Kampfflugzeugen, Hubschraubern und Raketen angegriffen.
24. Februar 2022: Die Nato aktiviert Verteidigungspläne für Osteuropa. Im Notfall kann somit die NATO Response Force mit bis zu 40.000 Soldaten eingesetzt werden, um Alliierte zu schützen. Eine Entsendung von Nato-Truppen in die Ukraine wird jedoch ausgeschlossen.
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