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Flucht aus der Ukraine: Sie gelten als Verräter Männer dürfen die Ukraine nicht verlassen, sie sollen kämpfen. Andrej und Dmytro wären am liebsten längst außer Landes. Doch die Flucht gelingt ihnen nicht. Andrejs Flucht aus der Ukraine scheiterte nur an ein paar Stunden. Der 25- Jährige aus Kiew war direkt am ersten Tag des russischen Angriffskrieges Richtung Westen nach Lwiw geflohen, erzählt er am Telefon. "Meine Eltern haben mir gesagt: Pack deine Sachen, nimm das Auto und fahr in ein anderes Land." Immer wieder habe er im Stau gestanden, die Sirenen und sein pochendes Herz im Ohr. Dann habe er kurz vor Mitternacht die Nachricht im Radio gehört: Generalmobilmachung. Männer zwischen 18 und 60 Jahre dürfen die Ukraine nicht verlassen. "Wäre ich doch nur schon näher an der Grenze gewesen", sagt Andrej heute, acht Wochen Krieg später. Per Dekret hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am 24. Februar Männern im wehrpflichtigen Alter untersagt, auszureisen. Auf Telegram schrieb der ukrainische Innenminister: "Heute ist der Moment, in dem jeder Ukrainer, der seine Heimat verteidigen kann, zu den Waffen greifen muss." An Bahnhöfen und Grenzübergängen hat die Generalmobilmachung zu schmerzlichen Szenen geführt: Frauen und Kinder, die in Züge und Busse steigen und ihren Partnern, Vätern und Söhnen winken, die zurückbleiben. "Wir sind alle Armee", sagte Selenskyj am 24. Februar. Doch nicht alle ukrainischen Männer wollen in der Armee sein, längst nicht alle sehen sich als Kämpfer. Viele wollen fliehen. So wurden Anfang März laut ukrainischem Grenzschutz 60 Männer an der Grenze zur Republik Moldau abgefangen. Sie sollen versucht haben, über den Fluss Dnister die Ukraine zu verlassen. Die Behörde teilte kürzlich mit, man habe seit Beginn des russischen Angriffskrieges knapp 2.200 Männer im wehrpflichtigen Alter an der verbotenen Ausreise gehindert. "In letzter Zeit gab es auch mehrere Fälle, in denen Leichen von Männern an den Ufern grenznaher Gewässer gefunden wurden", hieß es. Einige hätten außerdem versucht, mit gefälschten Dokumenten über die Grenze zu gelangen oder Beamte zu bestechen. In den Karpaten seien auch mehrere Vorfälle mit Erfrierungen registriert worden, unter anderem an der Grenze zu Rumänien. »Ich bin im Gespräch mit Männern, die einen Grenzer bestochen haben, um über die Grenze zu gelangen. Sie haben mir den Kontakt gegeben. Das Risiko, vorher von der Polizei entdeckt zu werden, ist aber hoch.« Andrej We
Ukrainische Soldaten an einem Checkpoint im Osten des Landes. Viele Männer würden lieber fliehen, als in der Armee zu dienen.
Mehrere Tausend Euro, um Grenzbeamte zu bestechen Die Generalmobilmachung trifft aber nicht nur Männer: Auch für trans Frauen und nicht binäre Personen, in deren Papieren noch der alte Geschlechtseintrag steht, das Kürzel "ч/M", ist eine Flucht aus der Ukraine derzeit kaum möglich. Eine, die es dennoch geschafft hat, ist die bekannte ukrainische Sängerin und trans Frau Zi Faámelu, die mittlerweile in Deutschland ist. Sie berichtete auf Instagram davon, dass ihr mehrmals an der ukrainisch- rumänischen Grenze die Ausreise verweigert worden sei. Nach eigenen Angaben soll ihr die Flucht schließlich über einen Grenzfluss nach Rumänien gelungen sein. "Meinen Pass und mein Telefon habe ich in einen schwarzen Müllbeutel gewickelt und mir in den BH gesteckt", sagt Faámelu. "Das Wasser war eiskalt, ich bin immer wieder untergetaucht." Der 19-jährige Dmytro aus Kiew will ebenfalls nicht kämpfen, illegal über die Grenze aber auch nicht. Zwar habe er in Telegram-Kanälen von unbeaufsichtigten Grenzabschnitten zur Republik Moldau gehört, erzählt er im Zoom- Gespräch. Doch auf dem Weg dorthin erwischt zu werden, sei ihm zu riskant gewesen, genauso wie die Option, Grenzbeamte zu bestechen. "Was, wenn sie einfach das Geld nehmen und mich dann der Polizei übergeben oder direkt einziehen?" Davon habe er mehrmals in ukrainischen Medien gelesen. Dmytro hat bisher keinen Militärdienst absolviert. Die 18-monatige Wehrpflicht wurde in der Ukraine 2015 wieder eingeführt und gilt für alle unter 27 Jahre. Verweigern kann nur, wer einer von zehn kleineren religiösen Gruppen angehört. Gewissensgründe anzuführen ist nicht möglich. "Meine Eltern machen mir schon lange Angst, eines Tages eingezogen zu werden, wenn ich nicht an die Uni gehe. Das kann nicht mein Leben sein", sagt Dmytro. Auch er würde gern im Ausland leben und studieren, am liebsten in Deutschland.
Die Professorin für Internationales Recht, Amy Maguire, von der Universität Newcastle argumentiert in einem Beitrag, dass die Generalmobilmachung in der Ukraine und der daraus folgende Zwang zu bleiben, gegen die Menschenrechte der betroffenen Männer verstoße und verweist dabei auf den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte der Vereinten Nationen. Dieser garantiert Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit. Zwar ist in dem völkerrechtlichen Vertrag kein spezifisches Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen verbrieft – das UN- Menschenrechtskomitee bestätigte in der Vergangenheit aber, dass sich dieses aus dem Schutz der anderen Rechte ableitet. 2011 stellte zudem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte fest, dass Kriegsdienstverweigerung ein Menschenrecht ist: Die Verurteilung eines Kriegsdienstverweigerers – in dem konkreten Fall ein Zeuge Jehovas aus Armenien – verletze das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit. Dmytro sagt, dass er den Gedanken, in den kommenden Monaten noch eingezogen zu werden, mehr und mehr zulasse: "Am Anfang hatte ich große Angst. Aber mittlerweile denke ich: Wenn ich zum Militär gehen muss, dann muss ich gehen. Ich würde mich, glaube ich, sonst wie ein Verräter fühlen, zumindest würde man mich und andere in der Ukraine so sehen. Ich kann nicht einfach wegrennen. Daran muss ich mich, fürchte ich, gewöhnen." Dmytro ist mittlerweile aus Iwano- Frankiwsk im Westen, wo er wochenlang ausgeharrt hatte, nach Kiew zurückgekehrt. Auch, weil das ukrainische Parlament kürzlich in einem Gesetzentwurf angekündigt hat, jene Männer bei ihrer Rückkehr zu bestrafen, die die Ukraine trotz Verbot verlassen haben. Ihnen sollen hohe Geldstrafen oder drei bis fünf Jahre Haft drohen. Auch mehrere deutsche Menschenrechts- und Flüchtlingsorganisationen befürchten, dass Kriegsdienstverweigerern und jenen Männern, die trotz Selenskyjs Dekret die Ukraine verlassen haben, Verfolgung droht. In einem Brief an den Bundestag fordern sie die Abgeordneten und die Regierung auf, diesen Menschen Schutz und Asyl zu gewähren – aus der Ukraine, und über ein Jahr hinaus, aber auch Deserteuren aus Russland und Belarus.
Zwar erhalte die Ukraine Militärhilfe aus dem Westen, aber auch Putin habe sein Pulver noch nicht verschossen. Er könne zum Beispiel einen Kriegszustand ausrufen und dann eine Generalmobilisierung anordnen. »Er scheut aus guten Gründen davor zurück«, sagte Masala, »aber auch er hat noch Optionen«.
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