Tschernitz
Unser
Wappen von
Tschernitz (niedersorbisch
Cersk)
aus der Ortsgemeinde
Tschernitz-Wolfshain
Wolfhain
Wolfshain (niedersorbisch
Śisej)
Bis zur Eingemeindung nach
Tschernitz am 26. Oktober
2003 war Wolfshain eine
eigenständige Gemeinde
Musik
Volksmusik umfasst Volkslieder
und Instrumentalmusikstile, die
nach dem Wortsinn zum
kulturellen Grundbestand eines
Volkes gehören. Stilistisch und
in ihrem Gebrauchswert wird
damit Volksmusik von
Kunstmusik, Kirchenmusik und
Popularmusik unterschieden.
Wurzeln des Ukraine-Krieges
Die ersten Jahrzehnte nach
dem Zweiten Weltkrieg waren
geprägt durch die bipolare
Weltordnung zwischen Ost und
West, die nahezu alle Aspekte
der internationalen
Beziehungen bestimmte.
Tschernitz-Wolfshain-TV
auf der Startseite
Empfehlung
Geldabzug aus den USA: «Europa wird für Anleger attraktiver»
US-Anleger ziehen so viel Geld ab wie seit über 16 Jahren nicht mehr. Vermögensberaterin Larissa Jäger
erklärt, ob das mehr als eine kurzfristige Bewegung ist
Darum gehts
•
US-Anleger ziehen so viel Geld aus den USA ab wie seit Jahren nicht mehr.
•
Schwächere Tech-Renditen und hohe Bewertungen machen Europa attraktiver.
•
Vermögensberaterin Larissa Jäger erklärt die Gründe für diesen Trend. Sie sagt, dass die USA kurz- bis mittelfristig an Gewicht verlieren.
US-Anleger kehren ihrem Heimmarkt in ungewöhnlichem Ausmass den Rücken
zu. In den vergangenen sechs Monaten zogen sie laut Daten von LSEG/Lipper
rund 75 Milliarden Dollar aus US-Aktienprodukten ab, allein seit Jahresbeginn
2026 waren es 52 Milliarden Dollar – so viel wie in den ersten acht Wochen eines
Jahres seit mindestens 2010 nicht mehr. Ein Grund ist, dass die Renditen der
grossen Tech-Konzerne zuletzt nachgelassen haben und die hohen Erwartungen
rund um KI bröckeln.
Dieses Geld fliesst nun vermehrt nach Europa und in Schwellenländer.
Besonders gefragt sind europäische Aktien sowie Märkte wie Südkorea und
Brasilien. Europa profitiert dabei doppelt: Zum einen liefen europäische Börsen
zuletzt deutlich besser als die USA. Zum anderen gelten viele Titel hier als unter
ihrem tatsächlichen Wert bewertet.
Larissa Jäger, Co-CEO der
unabhängigen
Vermögensverwaltung Forma
Futura, erklärt die Gründe und ob
diese Entwicklung nachhaltig ist.
Frau Jäger, warum ziehen sich Anleger aus US-Aktien zurück? Liegt es nur an den
schwindenden Gewinnen der Tech-Konzerne – oder auch an der Politik in den USA?
Es geht um mehr als nur schwächere Renditen der Tech-Giganten. Entscheidend sind auch die
hohen Bewertungen in den USA, politische Unsicherheiten, die hohe Staatsverschuldung und der
schwächere Dollar. Dadurch wirken andere Märkte wie Europa und Schwellenländer wieder
attraktiver. Zudem dürften viele Investorinnen und Investoren nach den starken Kursgewinnen von
US-Aktien Gewinne realisieren und gute Einstiegschancen in anderen Märkten wahrnehmen, um
ihr Portfolio dadurch besser zu diversifizieren.
Welche Branchen und Unternehmen in den USA sind besonders betroffen – und wer profitiert in Europa?
Vor allem Tech-Aktien gerieten unter Druck. Viele Investorinnen und Investoren nahmen Gewinne mit, weil sie ein
Ende der KI-Euphorie befürchten. Aber auch Unternehmen im Bereich zyklische Konsumgüter – Beispiele hierfür
wären Amazon und Tesla – verzeichneten Mittelabflüsse. In Europa verzeichneten vor allem die Sektoren Industrie
und Hilfs- und Betriebsstoffe hohe Zuflüsse seit Jahresbeginn.
Welche Auswirkungen hatte das jüngste Supreme-Court-Urteil zu Trumps Zöllen auf diesen Trend?
Das Urteil löste unmittelbar eine
Erleichterungsrallye an den europäischen und
amerikanischen Börsen aus, da das Risiko eines
Handelskriegs dadurch gesunken ist. Wir
erwarten, dass das Urteil den Trend nur kurzfristig bremst – die Bewertungen
der US-Unternehmen bleiben hoch und die US-Politik bleibt unvorhersehbar.
Ist das nur eine kurzfristige Marktbewegung – oder verlieren die USA dauerhaft an
Gewicht?
Kurz- bis mittelfristig dürften die USA relativ etwas an Gewicht verlieren, da
die Überbewertung abgebaut wird und die Diversifikation mit den Regionen
Europa und Schwellenländer erhöht wird. Längerfristig werden die USA
jedoch ein zentraler Motor für Innovationen bleiben.
Folge Nr. 58
Folge 57